Basara Mainz – FK Pirmasens
Mittwoch / 21. Oktober / 19:30 Uhr
Kunstrasen, Bezirkssportanlage Bereitschaftspolizei Platz 2 - Mainz-Hechtsheim
Gegner:
In Ergänzung zu Pörms bereits im Forum verlautbarten Kurzvorstellung unseres nächsten Pokalgegners hier mal noch ein Auszug von dessen Homepage: „Der FC Basara Mainz ist ein Fußballverein aus Mainz. Gegründet 2014 von den ehemaligen japanischen Nationalspielern Shinji Okazaki (heutiger Trainer) und Takashi Yamashita (Vorsitzender), erregte der Verein als einziger japanisch geführter Verein in Deutschland Aufsehen. Aktuell spielt der FC Basara Mainz in der sechsten Bundesliga und strebt den Aufstieg in die dritte Bundesliga an. Der Teamname „Basara“ bedeutet auf Sanskrit „Diamant“ (Anm. siehe auch Vereinslogo) und wurde während der Zeit der Streitenden Reiche verwendet, um den Trend des „Getsujo“ (Aufstand der Unterschicht) zu repräsentieren.“
Eine recht außergewöhnliche Vorstellung des Vereins, wie man nur einigermaßen staunend konstatieren kann; insbesondere der unterstrichene Satz, in dem sich der Verein in der „sechsten Bundesliga“ wähnt und den Aufstieg in die 3. Liga als mittelfristiges Ziel verkündet, ist höchst bemerkenswert! Auch das übrige Vereinsportrait erscheint nicht gerade alltäglich, mutet wirklich eher etwas exotisch an und ist mit Werte-Begriffen wie „Basara Familie“, „unterstützende Kraft“. „Herausforderer“ oder „Ort des Wachstums“ tendenziell philosophisch und kulturell gewürzt – der japanische Hintergrund wird jedenfalls sehr deutlich.
Nun gut, in der nationalen Realität ist die „Basara Familie“ von der 3. Liga noch ein gutes Stück entfernt, scheint sich aber dorthin auf den Weg gemacht zu haben und schickt sich an, in dieser Saison den nächsten Schritt dafür zu unternehmen. Bis zum 12. Spieltag war die Mannschaft nämlich Tabellenführer der Verbandsliga Südwest mit 7 Siegen, 3 Unentschieden und nur einem Patzer am 1. Spieltag daheim gegen Kandel. Vorgestern kam dann allerdings eine zweite Heimniederlage gegen Steinwenden hinzu, was ein Abrutschen auf Platz 2 bedeutete und vielleicht auch eine gewisse Anfälligkeit auf eigenem Platz signalisiert (was uns wohl recht wäre
). Gleichwohl und auch wenn die Saison noch lang und die Konkurrenz hart ist, bestehen mehr als realistische Aufstiegschancen für die Mainzer und bereits heute besitzt die Mannschaft sicherlich hinreichendes Oberliganiveau. Natürlich spiegelt ebenfalls das Erreichen des Pokalviertelfinals das Leistungsvermögen von Basara wider. Allerdings hat man auf dem Weg dahin jetzt nicht unbedingt die härtesten Brocken aus dem Weg räumen müssen: 2 Bezirksligisten und im Achtelfinale allerdings Landesligaspitzenreiter FC Speyer konnten weitgehend mühelos besiegt werden.
Selbstredend ist der ungeheuer breite Basara-Kader (nach transfermarkt 35 Spieler!) bestückt mit einer Reihe japanischer Landleute, allesamt technisch starke, wendige und kampfstarke Kicker. Natürlich tummeln sich in der Mannschaft, die ein ausgewogenes Durchschnittsalter von ca. 25 Jahren aufweist, aber auch andere Nationalitäten und bekannte Namen, wie die Neuzugänge Gansmann von Schott, Vodi aus Gonsenheim oder Rexhepi aus Kreuznach, die zusätzlich Qualität einbringen.
Spiel:
Bei der Bewertung des Viertelfinalloses für den FKP muss man wohl etwas zwiegespalten sein: Einerseits war man eher froh, dass uns einer der beiden verbliebenen bärenstarken Oberligakonkurrenten vorerst erspart geblieben ist. Andererseits wissen wir um die Schwere der Auswärtsaufgabe gegen das ambitionierte Verbandsligaspitzenteam, noch dazu das zweite Mal innerhalb von 5 Tagen auf Kunstrasen, wobei dieser Untergrund nach den jüngsten positiven Erlebnissen damit wohl seinen Schrecken für die Klub weitgehend verloren haben sollte (so wie auch das ominöse weiße Auswärtstrikot, gell gonzo
). Insgesamt scheint die Pokalhürde für den FKP bei einem guten Verbandsligateam sowieso mindestens genauso hoch zu sein, wie es auch bei einem Oberligagegner der Fall wäre – noch gut erinnern wir uns in diesem Zusammenhang z.B. an das letztjährige HF in Kandel, das die Klub nur mit einem Last-Minute-Tor für sich entscheiden konnte. Insofern wird auch das Match gegen die „Herausforderer“ der Diamanten-Truppe, in dem der FKP nicht unbedingt von vorneherein als glasklarer Favorit gilt, tatsächlich eine mutmaßlich maximale Challenge werden.Obwohl erneut englische Woche mit 3 Auftritten, ist, wegen der heiklen Pokalaufgabe, der Qualität des Gegners und nicht zuletzt wegen der Bedeutsamkeit des Spiels, wohl „Belastungssteuerung“ dieses Mal gewiss eher weniger angesagt. D.h. Paulus wird wohl keine Experimente wagen, insbesondere verschiedene Leistungsträger nicht (vollständig) schonen können und mit der bestmöglichen Aufstellung ins Rennen gehen. Wenn auch die Startelf zunächst gefordert sein wird, um das Spiel möglichst frühzeitig zu entscheiden, wird es gleichwohl wieder auf jedes einzelne Teammitglied ankommen. Gerade auf unsere Ergänzungsspieler war häufig Verlass, wenn es in kritischen Situationen darum ging, für neue Impulse zu sorgen, einen Auf- oder Umschwung herbeizuführen oder auch ein Ergebnis abzusichern.
Nicht nur, aber besonders die letzten beiden Spiele des FKP in der Liga stimmen jedenfalls mehr als zuversichtlich, dass die Diamanten geknackt werden können. War schon klasse, wie die Mannschaft letztens aufgetreten ist und wie sie sich im Saisonverlauf mehr und mehr zusammengefunden und deutlich gesteigert hat: Lauf- und Einsatzbereitschaft, spielerische Qualität, Zweikampfstärke und Griffigkeit, Zielstrebigkeit und Torgefahr haben allesamt sehr gestimmt und wenn unsere Elf mit dem gleichen Schwung und der gleichen mannschaftlichen Geschlossenheit und Qualität auch in Mainz zu Werke geht, sollten die Basara-Chancen auf ein Weiterkommen auf ein Minimum schrumpfen
. Personelle Auswahl und Variationsmöglichkeiten dürften jedenfalls ausreichend vorhanden sein – mal schauen, mit welcher Anfangsformation das Trainergespann am Mittwoch aufwartet.Was die erwartbaren Rahmenbedingungen angeht, verzeichnet Basara in der Liga mit im Schnitt etwa 150-200 Besuchern eine vergleichbare Zuschauergunst wie die klassenhöheren Ortsrivalen Schott und Gonsenheim. Der Verein verfügt also durchaus über eine kleine Fanbase und gerade auch im Pokalspiel dürfte schon noch ein etwas stärkerer Support zu erwarten sein – allerdings wohl kein wirklich überwältigender, durch den sich unsere Mannschaft eventuell eingeschüchtert fühlen müsste. Allen getreuen FKP-Auswärtsfahrern, die sich am Mittwoch nach Mainz aufmachen, wünschen wir, dass ihre Unterstützung unserer Mannschaft helfen wird und die „Bärmesenser Familie“ mit dem Pokalsieg in der Tasche die Heimfahrt antreten kann
.Übrige Pokalbegegnungen/Ausblick:
Sofern der FKP die schon recht hohe Basara-Pokalhürde überspringt, kann es dann im Halbfinale aber richtig knüppelhart werden: Wie bekannt sein dürfte, haben sich letzten Mittwoch nämlich bereits die Oberligakonkurrenten und -schwergewichte Mechtersheim und Schott in ihren Begegnungen ebenfalls gegen Verbandsligisten durchgesetzt und könnten die nächsten Gegner sein. Erst nächste Woche bestreitet der Traditionsverein Südwest Ludwigshafen, als letzter verbliebener Landesligist, das dann noch ausstehende 4. Viertelfinalspiel gegen den Verbandsligisten aus Idar-Oberstein und dann hoffen wir, dass sich der FKP noch im Lostopf der verbleibenden 4 Mannschaften im diesjährigen Verbandspokal befindet. Aber ein Schritt nach dem anderen!
Berichterstattung:
Die gewohnten Infokanäle und die Presse mit Berichten vom Pokalviertelfinale und im Forum Infos und Eindrücke rund ums Spiel.
Verabschiedet den Gegner mit einem Sieg und einem freundschaftlichen „Sayonara“ aus dem Pokalwettbewerb ihr Buwe, und dann eurerseits ab ins Halbfinale!

